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Exkursionsbericht

 

Mineralien-Exkursion Disentis   

Leitung: Christian Brodmann

Am Freitagmorgen um 8.30 h trifft sich ein kleines, wild zusammen gewürfeltes Grüppchen mit einem neuen Mitglied unseres Vereins. Vom Zeltplatz Disentis starten wir - alle eingepfercht in ein Auto - dem Ausgangspunkt auf 1991 m.ü.M. entgegen. Die abenteuerliche Fahrt hat allen das nötige Adrenalin verabreicht, das für die ersten 150 m Aufstieg nötig war. Nach einen kurzen Abstieg stärken wir uns für die folgenden 120 m Aufstieg an einem idyllischen See. Oben angekommen ziehen die schnelleren davon und übersehen dabei die herumliegenden kleinen Rauchquarzstüfchen. Unser neues Mitglied hat bereits vor dem Mittag einen sehr zufriedenen Gesichtausdruck aufgesetzt. In der Umgebung finden wir diverse grosse, aber leider schon ausgeräumte Klüfte, die kleineren Klüfte sind aber meist noch unberührt, so dass da und dort immer wieder etwas zum Vorschein kommt. Am Nachmittag steige ich zu den Ausreissern hoch, die - warum wohl - immer an derselben Stelle zu sein scheinen. Ein Rauchquarz von 8 cm (chloritisiert) und diverse Stüfchen liegen herum, das Prachtstück ist ein Handflächengrosses Plättchen mit hochglänzenden Rauchquarzen sowie weissen Adularen, wow! Nach dem Abstieg gibt es auf dem Camping ein feines Essen und anschliessend eine kleine Teilete, klar jeder darf das beste Stück aus der selbst gefundenen Kluft behalten, alle waren sehr zufrieden.

Tags darauf starten wir zur selben Zeit. Diesmal verstärkt mit den Familien der weiteren zwei angereisten Mitglieder unseres Vereins sowie meines Freundes mit seinem Sohn. Mit drei Fahrzeugen bewegt sich die nun 15 köpfige Rasselbande den Berg hinauf. Angezogen vom vortägigen Fund streben alle zügig in das kluftreiche Gebiet. Schon beim queren des Baches das erste "aha", dann eine Besichtigung und Erklärung der Kluftlage am gestrigen Beispiel und - sie waren nicht mehr zu halten. Ein erster Juchzer - eine Kluft, Papi räumt die Kluft unter Beobachtung der Kinder. Die Mamis kommen zum Mittagessen hoch und - beim Queren des Baches - "hei, da ist ja ein Kristall, jipie, so einen schönen hab ich noch nie gefunden". Es wurden an diesem Tag noch weitere kleine Klüfte geöffnet, so dass jeder ausreichend Gewicht im Rucksack hinunter tragen durfte. Auf eine Teilete wurde einvernehmlich verzichtet, hatten doch alle genug gefunden oder bereits aufgeteilt.

Am Sonntag starteten wir etwas gemütlicher. Bepackt mit Rinnen, Schaufeln und Pfannen suchen wir ein stilles lauscheres Plätzchen auf. Die Kinder starten mit grosser Euphorie mit der Goldsuche, haben aber wenig Erfolg. Kontinuierliche Arbeit der Herren führt dann aber in genügender Tiefe sehr schnell zu viel Schwersand, dem besten Hinweis auf Goldflitterchen. Letztere kommen dann auch noch zum Vorschein, klein, rar, aber sie waren vorhanden. Es ist anzunehmen, dass bei intensiver Arbeit weitere gute Funde gemacht werden können, auf die schnelle muss man sich halt mit ein paar Flitterchen begnügen. Nach einem sehr erfrischenden Bad im Rhein machen sich die Exkursionsteilnehmer am frühen Nachmittag wieder auf die Heimreise.

Text: Christian Brodmann

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