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Exkursionsbericht

 

Fossile Schichten des Jura

Einführung

Das Anliegen dieser Exkursion war, die geologischen Kenntnisse unserer Vereinsmitglieder im Bereich
des Jura zu fördern. Darin geht es um das Aufzeigen der verschiedenen Schichten und deren typi-
schen Fossilien. Unsere Mitglieder sollen die vorkommenden Juraschichten selber erkennen können
und ihre gemachten Funde aus früheren Zeiten bestimmen und einordnen können. Daneben soll der
gemütliche Teil ebenfalls nicht zu kurz kommen. Für gemütliches Plaudern über alte Museumsfunde
und Grillieren am Feuer soll bewusst Zeit vorhanden sein.

Museum

So trafen sich am 27. April zwölf Erwachsene und vier Kinder in Wallbach am Rhein. Um sich auf den
Tag einzustimmen, besichtigten wir zuerst das Privatmuseum von Mario Henzi. Die Präsentation mit
dem Schwerpunkt Fossilien von Frick aber auch der gesamten Fossilpalette des unteren Juras brachte
viele zum Staunen. Als Dessert durften wir uns dann noch einen tollen Überblick über weltweit vor-
kommende Mineralien machen. "Marios Fossilien- und Mineralienkabinett" ist als Bestimmungsort sehr
interessant!

Mittagessen

Da das Wetter etwas unsicher war, stellte uns Mario seinen Gartengrill zur Verfügung und wir konnten
unsere diversen Grillwürste im Trockenen geniessen. Anschliessend folgte die Einführung in die Geo-
logie des Jura mit dem Aufzeigen der wichtigsten Schichten. Dazu analysierten wir jeweils ein paar
Steine um bezüglich Farbe, Körnigkeit und Fossilanordnung die Unterschiede klarer zu erkennen.

Murchisonae:                         sandig, hellbraun, blockweise;
Humphriesi:                           eisenhaltig, körnig, rötlich, durchzogen;
mittlerer Hauptrogenstein:    Kügelchen, gelbbraun, fest.

Anschliessend haben wir die Vorbereitung des Ausfluges diskutiert und mit Hilfen von Karten die be-
vorstehende Wanderung festgelegt.

Wanderung

So, jetzt war die Zeit für die Anwendung unseres neu erworbenen Wissens im Gelände angebrochen.
Von Oberfrick aus wanderten wir zuerst den Murchisonae-Schichten entlang. Dabei liegen die Schich-
ten immer wieder auf einigen Metern sichtbar vor. Darin enthalten sind Fossilien in Nestern, also nicht
gleichmässig verteilt. Mit viel Glück rutscht gelegentlich ein Nest von Fossilien ab und ist ohne grosse
Arbeit zu bergen. Über einen Kamm zum Homberg erreichten wir die Humphriesi-Schichten. Weitere
Zwischenschichten sind nicht erkennbar im Gelände. Für den letzten Teil wechselten wir in den Be-
reich des mittleren Doggers. Die Bestimmung der exakten Schicht bleibt noch zu bestätigen (wahr-
scheinlich Maendrina). Auf einer Halde konnten wir Muscheln, Korallen und Brachiopoden finden. Je-
der Teilnehmer konnte einige Stücke mit nach Hause nehmen, obwohl keine Museumsfunde dabei
waren. Vor allem die Muscheln sind in Schalen erhalten und nach einer kleinen Imprägnierung als
echte Schönheiten anzusehen.

Ausklang

Noch ein Bier in der Dorfbeiz, und schon waren wir am Ende des Ausflugs angelangt. Eine kurze Um-
frage ergab eine positive Beurteilung des Tages, so dass wir versuchen werden, die nun gemachten
ersten Schritte und Erkenntnisse im nächsten Jahr weiter auszubauen.

Text: Georg Burkhardt

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