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Exkursionsbericht

 

Mineralien-Exkursion Lötschental VS

Leitung: Tom Schläpfer

Besammlung war um 8:30 angesagt, und ich war wirklich heilfroh, dass ich schon beim Frühstück alle Teilnehmer dieser sonntäglichen Schwarzhornetappe begrüsst hatte und somit wusste, dass wir zu dritt von Wiler aus die Nordwand besagten Berges in Angriff nehmen würden.

Das Wetter war wunderbar, die Temperatur nicht zu hoch, und der erste Anstieg wurde dank dem Fehlen eines Fahrverbotes um rund 200 Höhenmeter verkürzt. Und auch der erste Teil unseres Aufstiegs konnten wir auf einem gemütlichen Zickzackweg recht angenehm und lärchenschattig in Angriff nehmen.

Aus der Waldgrenze kommend mussten wir die nur spärlichen Weganzeichen suchen, und so beschlossen wir schon bald, die vor uns liegenden Felspartien in der Richtung des Wiler Chnubels zu bestrahlen und auf Anzeichen abzuklopfen. Hier war die Steilheit so, wie wir es erwartet hatten (siehe Einladung zur Exkursion), schlicht und einfach saumässig steil! Vor uns lag, oder besser gesagt, hing – nomen est omen – der Hangende Gletscher mit seinen dazugehörigen Flanken und Felspartien zum Greifen nahe, aber laut der Landkarte doch bis zu 3300 m ü. M. Da wir alle drei (Wer war es?*) das erste Mal in dieser Gegend waren, entschlossen wir uns, eine einigermassen begehbare Route oberhalb des Wiler Chnubels anzusteuern und dabei immer in Sichtkontakt zu bleiben. Hier fanden wir dann auch Anzeichen von Quarz, Adular und etwas Epidot. Aber die grossen Funde blieben uns verschlossen. (Da wäre wohl die Unterstützung vor Ort von Kurt Spinnler oder Ruedi Liechti von Nöten gewesen, damit wir die genau richtigen Felsköpfe besucht hätten.) Und doch immer wieder freuten wir uns ob der herrlichen Aussicht auf die Gegenseite des Lötschentals. Vom Balmhorn über den Petersgrat war das uns dargebotene Panorama einfach grossartig!

Und so hielten wir eine letzte Rast auf der (dem?) Uistre Wilerrigg (Pt 2612), genossen ein letztes Mal den schönen Alpentag, um dann natürlich alle am Wege liegenden Felspartien näher begutachtend den Abstieg mit einem angenehm leichten Rucksack unter die Füsse zu nehmen. In Ferden gab’s dann noch eine hopfenhaltige Erfrischung, und schon bald reisten wir in die Lötschbergtunnels Dunkelheit müde, aber zufrieden nach Hause.

* Wer war’s? (Christian Brodmann, Frano Frljic und ich!)

Text: Tom Schläpfer

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